Aktiv für die Weinkulturlandschaft Mosel

Im Rahmen der Initiative „Lebendige Moselweinberge – Artenvielfalt in Steillagen“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz hat Angela Schwarz-Bleser von Januar bis September ‘17 an einer berufsbegleitenden Qualifikation mit großem Erfolg teilgenommen.

Ziel der Initiative und Qualifikation ist es der Öffentlichkeit die Natur, insbesondere die Artenvielfalt der Flora und Fauna, durch naturnahe Wanderungen oder Neuanlagen nach definierten Standards, die einen nachhaltig positiven Effekt auf das Biotop Weinberg haben, näher zu bringen. Die Neuanlagen bestehen aus vielfältigen Blütenreinen, «Insektenhotels» etc. unter Einbeziehung vorhandener Strukturen, wie z.B. Bruchsteinmauern. Auch leicht modifizierte Methoden der Bearbeitung der Weinberge werden vorgestellt, damit das große Ziel Erhalt und Ausbau der Artenvielfalt nachhaltig verfolgt werden kann. 

Ausgesucht wurde ein «Trittstein», also ein naturbelassener unbewirtschafterter Fleck zwischen den Weinbergen, der als Zwischenstopp dient um von einen Fleck zum anderen zu gelangen. 

Im Rahmen der Qualifizierung wurde in der Arbeitsgruppe eine Ortsbegehung einer rund 40 m2 großen Wegspitze vorgenommen, bei der erste Ideen und Überlegungen zur Machbarkeit, Möglichkeiten der Umsetzung sowie konkreten Vorschlägen zur Bepflanzung generiert wurden. Diese wurden schriftlich fixiert, eine Vorgehensweise erörtert und ein Kostenrahmen abgesteckt. 

Im konkreten Fall war die Aufgabe die Umgestaltung einer Brachfläche, einer steinigen Wegspitze mit lehmigen Sandboden, umsäumt von zwei asphaltierten Straßen. Im laufe der Jahre hatten sich auf dem mageren Boden Gräser ausgebreitet und die Verbuschung war eingesetzt, was beides zur biologischen Artenverarmung der öffentlichen Fläche führte. 

Nach der Zustimmung des Bürgermeisters konnte der buschige Hartriegel entfernt und der Boden für die Bepflanzung vorbereitet werden. Durch den Bestandserhalt von Buchsbaum, Pfirsich und Heckenrose wird die Blühzeit von März bis Juni weiterhin abgedeckt.

Aus eigenem Bestand wurden Mauerpfeffer, Dachhauswurz, Weibisch und Schwertlilien gepflanzt. Insbesondere der Weibisch blüht bis in den August, was die Blühsaison des Biotops erheblich erweitert. Investiert werden musste hingegen in Rosmarin, Lavendel, Feldthymian, Salbei, Sommerflieder, Malve und Bienenrosen, die sogar bis in den September blühen.

Mitte des Monats wurde das Projekt mit der Verleihung der Urkunden im Rahmen einer Feierstunde unter Anwesenheit von Staatssekretär Andy Becht für dieses Jahr beendet. 

Selbstverständlich sprüht Angela Schwarz-Bleser auch schon für das nächste Jahr wieder vor Ideen: „Eine kleine Sitzbank wäre an der Stelle doch eine feine Sache …“

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